SIEG!

Die Inszenierung MÄNNERBIOGRAFIEN von JÜRGEN LEMKE war
(PLATH + CO/ TdO)
im deutschsprachigen Raum Europas erfolgreich auf THEATER-TOURNEE.

(Ausstattung, Kostüme, Musik, bewegte Bilder: Gino Hahnemann)


Gino, der Maler.
Zwei Originale.
An meiner Wand.
Das ist kein Zufall.

UND:

“HOLGER – GLÜCK IST JEDER AUGENBLICK” , meine Doku (mit Chris Caliman), lief weltweit.

Holger – Glück ist jeder Augenblick

Dokumentarfilm 2015
34.Min, HD
Regie: André Plath und Chris Caliman
Kamera / Schnitt: Chris Caliman
„Holger.

Eine Menschen-Geschichte. Momente eines schwulen Lebens in Berlin.
Harter Seelen-Striptease.
Im Spannungsfeld einer verzweifelten Suche nach Liebe und dem Prinzip Hoffnung.“

Wie kam der Journalist André Plath und der Filmemacher Chris Caliman auf die Idee, einen derartigen Film zu machen?

Angefangen hat alles im „Bermuda-Dreieck“.
Auf Stoff-Suche.

Was verbinden wir mit d e m Bermuda-Dreieck nicht alles.
Mythen. Kräfte. Außerirdisches. Un-Tiefen. Un-Glück-e. Unter-Gänge. Rätselhaftes. Verlorenes.
Ja, auch Tod.
Dieses (!) sagen-um-wobene Bermuda-Dreieck liegt in der Karibik. TROTZ ALLER TRAGÖDIEN impliziert es gleichsam auch blaues
und weites Meer, prachtvolle Strände, heitere Menschen mit unglaublich viel Musik und ekstatischem Her-um-ge-tanze. Das reine
Vergnügen und die pralle Lebensfreude. EINFACH SCHÖÖÖN. (Eine spezielle Ästhetik: Ein-nehmend. Fordernd. Zwingend.)

Andererseits reicht ein Blick auf die politische Karte. Da ist Kuba, als auch die USA. Also eines der großen politischen und
wirtschaftlichen S p a n n u n g s-Gebiete in dieser Region.

Ein solches magisches Kraftfeld, gleichen Namens, gibt es auch in Deutschland. Es liegt im Zentrum der deutschen Hauptstadt:
Es ist der „schwul – lesbische“ Distrikt. Das heiße Epi-Zentrum am Nollendorfplatz.
Zwischen Motzstraße, Fuggerstraße und Welser Straße. Wenn man die Straßen als geometrische Linie betrachtet, ergibt sich aus
deren Verbindung ein Dreieck. Daher rührt auch der Szene-Name für diese Gegend.
Mit Bars, Kneipen, Diskos, Fetisch-Klamotten-Läden – die für „Stinos“ kosmisch wirken müssen.

Dort, wo „Normale“ sich wie im Aus-Land bewegen.

Dort, wo Männer Röcke tragen.

Dort, wo Mode Leder liebt.

Dort, wo Minderheiten den Ton angeben.

Dort, wo das Leben (fast) kein „Stopp“ kennt.

Dort, wo Mann weiß, wie Fetisch auch auf Englisch geschrieben wird.

Dort, wo ein Mann mit Lidstrich nicht verlacht wird.

Dort, wo Transen ES sein können.

Dort, wo Oberflächlichkeit auf der Suche nach Tiefe ist.

Dort, wo Mann n i e aufgibt, auf Nest-WÄRME zu hoffen. Auf FREUND-schaft.
Dort, wo das Internet auch nicht spurlos agiert.

DORT, sind wir Holger begegnet.

Einem schwulen Dresdner, der seit den 70er Jahren diesen Kiez seine „Heimat“, sein „Jagdrevier“ und sein „Wohnzimmer“ nennt.

Sein Leben hat uns beeindruckt, traurig und nachdenklich gemacht.
Auch, weil seine Suche nach Liebe und Wärme eine zutiefst menschliche Sehnsucht beschreibt,
geschlechterübergreifend ist.

Wir hatten das Gefühl, daß das Leben und der Alltag im „Bermuda-Dreieck“ sich in seiner Biografie symptomatisch spiegeln.
Und so haben wir uns entschlossen, Holger zu begleiten, um dem Thema so eine persönliche Stimme zu geben.
Das Ergebnis: Einblicke in ein schwules Dasein, abseits aller Klischees.

34 Minuten emotionale Achterbahnfahrt.
Ganz normal. Und doch so anders.

Habe heute mit Eddi Stapel telefoniert und ihm gratuliert!


Lieber Eddi!

Den hast Du bewiesen.
Wie kaum ein anderer.
Meine Verneigung vor Deinem Lebenswerk.
Dein André Plath


Was für ein Tag!