Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Der erweiterte Kunstbegriff scheint hier kein Fremd-Wort zu sein.


Eine von mir hoch-geschätzte, welt-, und human-erfahrene Restaurant-Testerin sagte einmal zu mir: So wie das Klo – so der “Laden”. Das mag absurd klingen. Egal. Diese Worte haben sich bei mir “eingebrannt” und die Krux der Geschichte: SIE haben sich immer wieder und immer wieder – bestätigt.

Das “kreativste Örtchen”, auf dem ich je meinem “Geschäft” nachgegangen bin.

Diese Bildungs-Stätte.

Offensichtlich. Anders.
Die schwere Haupt-Pforte zur Hochschule.
(Innen-Ansicht.)

Berechtigte Hoffnung. Auf unorthodoxe Kunst-Bildung.

Mein Rund-Gang: EIN ZEIT-GESCHICHTS-EVENT.

EROTIK spielt in der bildenden und darstellenden Kunst bekanntlich eine zentrale Rolle.

Weil sie (Zeit-) Gefühle transportiert.
Weil sie (gesellschaftliche) Zustände abbildet.
Weil sie Seelen-Schreie verewigt.
Weil sie Körper bloß-legt.
Weil sie eine Ur-Sprache spricht.
Weil sie Bedürfnisse bedient.
Weil sie menschlich ist.

Diesen Aspekt empfand ich, auf meiner “HGW-Reise”, echt “un-geil” be-licht-tet.

Hier einige MOMENT-AUFNAHMEN meiner Exkursion:


Eine Episode als Epilog.

Leipzig, den
13.02.2016

Ich bin auf dem Weg
zur HGB.

Am Leuschner-Platz
(„Platz der Friedlichen Revolution“) spreche ich einen ca. 50
jährigen Mann (in klassischer Business-Garderobe) an.

Ich:
Entschuldigung, können Sie mir helfen. Ich suche die Wächterstraße.

Er antwortet ganz
freundlich:
Ja (zeigt), da hinten, gleich hinter´m Reichsgericht.

Ich: Sie
meinen, hinter dem Georgi-Dimitroff-Museum.

Er: Nein,
diese Zeiten sind hier endgültig vorbei!

Ich: „Das
Reich“, diese FINSTERE ZEIT, ist, wie Sie sicherlich nach intensiven Recherchen ermitteln konnten, a u c h Geschichte. Heute sitzt in diesem Gebäude das
„Bundesverwaltungsgericht“.

Er (erregt):
Nicht mehr lange.

Ich (sorgenvoll schauend):
Ich bin gerade unterwegs zur Hochschule für Grafik und Buchkunst.
Soll ich ich die vorwarnen?

Er (irritiert, unsicher):
Wie meinen Sie das?

Ich (leise, akzentuiert):
Die Kunst, die dort heute gelehrt wird, wäre zu
Reichsgerichts-Zeiten als ENTARTET verurteilt wurden.
Abhängen. Berufs-Verbot. Verbrennen. KZ. Hinrichtung.

Er: Wollen
Sie mich etwa provozieren?

Ich
(sarkastisch): Wie kommen Sie denn darauf? Ihnen
kann auch Kunst nicht helfen!

Ich wende mich ab
und gehe.

Er (hinterher-krakeelend, die “SIE”-Form verlassend): Solche, wie Dich, kriegen wir auch noch!

Die altehrwürdig-moderne Hochschule an einem geschichtsträchtigen Ort.

Für: KUNST UND KULTUR. OHNE GRENZEN.

Meine Frage an die Vernünftigen: IST KUNST WAFFE?

Die wäre mir einen Diskurs wert: plath.andre@gmail.com.