Wieder Montag.
In Leipzig.Mannschaftswagen der Polizei.
KULTUR SCHÜTZEND.
Zwischen Oper und Gewandhaus.
Polizei-Hubschrauber.
Die Luft-Überwachung.
Das Dröhnen.

Unaufhörlich: Blaulicht. Sirenen.

Beängstigend.

Walter Benjamin: „Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein.”

Immer wenn ich diese Glocke sehe, denke ich an meinen Freund und ehemaligen Kommilitonen Durs Grünbein.

Auf einem umlaufenden Granitring am Fuße der Plastik ist eine Inschrift, ein Haiku des Dresdner Lyrikers Durs Grünbein zu lesen: „Demokratie ist – in unendlicher Nähe – längst sichtbar als Kunst“.

Im Februar 2015 kritisierte er die fremden– und islamfeindlichenPegida“-Demonstrationen als Offenbarung der „Dresdner Seele“, die im Rufe „Wir sind das Volk“ genau wisse, „wer dazugehört und wer nicht“.

Vormerken! Lesung von Durs Grünbein in Leipzig am 20.03.2016 um 11.00 Uhr.

PETRY: UN-HEIL.