D E R RECHERCHEUR.

Der RÜNSTIGE.
Der EITLE.
Der (reichlich) BELOHNTE.
Der SICH-AUS-LEBENDE.
Der STRAFENDE.
Der SICH-ZER-REISSEN-DE.
Der MIT-LEIDENDE.
Der AB-WÄGENDE.
Der SAMMLER.
Der BRUTAL-SKRUPELLOSE.
Der SENSIBLE.
Der PHANTASIE-VOLLE.
Der AKADEMIKER.

Der (klug) BOULEVARD-ISIEREN-DE.

Wo ist der hin? Diese Mischung Mensch?

Wenn Renditen Möglichkeiten ab-würgen..
Wenn DUMME auf KLUG machen.
Wenn Art-Fremde – Journalismus ver-walten.

Als wenn Internet-Recherchen – Türen- und Menschen-Öffnen könnten…

Andere Berufs-Sparten haben das “tradierte Können” – langst für sich – entdeckt:

ADVOKATEN. Interessen-Vertreter.
WIRTSCHAFTS-UNTERNEHMEN. “Weil Krieg herrscht!”

* * *

(Verlags-Technisch. HEUTE: Muß man Straßen-Bahn-Fahrt abrechnen und 2-Euro-40-Belege einreichen… FRÜHER: Wurden 30.000 als Info-Honorar – per Telefon – am Schalter deponiert.)

RAe und DAX-Vorstände sind da un-orthodox.

Am Frühstückstisch bei STEIGENBERGERs: “Es gibt eine vage Spur nach Mittel-Amerika.” Antwort: “Warum sitzen Sie noch hier, wann geht Ihr Flieger?”

Es geht um Möglichkeiten.

Da zählt Können.

Und natürlich auch absolute Diskretion.

WEIL GE-KONNT, EBEN GE-KONNT IST.
UND WEIL MAN “GE-KONNT” NICHT AN JEDER ECKE KAUFEN KANN.
WEIL KÖNNEN SELTEN IST…

…WIRD KÖNNEN AUCH SEHR GUT BEZAHLT.

Ich bin sprach-los, wenn mir ehemalige Kollegen vom Redaktions-Alltag berichten.

Wenn ich dann junge Journalisten-Burschen in “Toten-Gräber-Kluft” (schwarzer Anzug, auf Budapester-Imitat, im weißen C&A-Hemd, eingeschnürt mit einer opulenten Billig-Krawatte) in großen Verlags-Häusern über den Gang huschen sehe…

…dann bestelle ich mir meistens einen schweren Rotwein.
Schon vor 17.00 Uhr!

Recherchen sind teuer.
Und der Ausgang, der Erfolg, ist fraglich.

RECHERCHEN gehören zu einem visionären Journalismus.

Die sollten klug (ein-)geplante Verluste oder längst wieder mal fällige Auflagen-Bringer sein.
Auf jeden Fall: Image-Inszenierer.