NACH-DENK-LICHES. Am 21. Dezember beginnt – kalendarisch – der Winter 2013.

Herbst

für André Plath

Wieder gingen meine Kräfte dahin in

die Säfte des Sommers. Der Herbst

trügt. Sein Dunkel

Rot und Gelb borgt er

dem Tod, der arm ist, ohne

Gestalt. Zu Ewigem verurteilt und

unbegriffen.

Blätter werden Laub, das im Nebel
fällt

wie wenn elternlose Kinder spieln. Und
auch ich

warte, daß Winter wird, die weiße

Hoffnung, klirrend klar.

Karl Werner Plath